26.11.2021, 16 Uhr

Freitags um vier: Zum 200. Geburtstag Armgart von Arnims: ‚Das Heimelchen. Märchen für eine Dämmerstunde‘

Ort: Gartensaal

Deutsches Romantik-Museum

Frankfurter Goethe-Haus

Mit Wolfgang Bunzel

Die 1821 in Berlin zur Welt gekommene Armgart war das sechste Kind des Schriftstellerehepaares Achim und Bettine von Arnim. Wie alle Arnimschen Töchter war auch sie vielseitig begabt: Sie besaß eine ausdrucksstarke Sopranstimme, kann aber vor allem als begabte Zeichnerin gelten. Das ‚Heimelchen‘ betitelte ‚Märchen für eine Dämmerstunde‘ ist der einzige Text Armgart von Arnims, der gedruckt wurde. Er stellt eine Art Fürstenspiegel in Märchenform dar, der künftigen Regenten die Gefahren aufzeigt, die sie zu bestehen haben, und ihnen den Unterschied zwischen Gut und Böse verdeutlichen soll.

In der Motivik schließt ‚Das Heimelchen‘ erkennbar an die phantasievollen Kunstmärchen Clemens Brentanos an. Und ähnlich wie ihr Onkel gibt auch Armgart von Arnim dem gedruckten Text Illustrationen bei, so dass eine Art Bilderbuch entsteht. Die Zeichnungen stammen von den beiden Schwestern Maxe und Gisela, von der Freundin Marie von Olfers und Wilhelm Grimms Sohn Herman, dem späteren Ehemann Gisela von Arnims. Gemeinsam mit den Märchentexten der Mutter Bettine von Arnim und der Schwester Gisela bildet das im Revolutionsjahr 1848 erschienene ‚Heimelchen‘ den Endpunkt romantischer Märchenproduktion.

 

Literaturhinweis

Antiquarisch erhältlich: Armgart von Arnim: Das Heimelchen. Märchen für eine Dämmerstunde. Mit Illustrationen von Gisela und Maximiliane von Arnim, Herman Grimm und Marie von Olfers. Hrsg. und eingeleitet von Wolfgang Bunzel. Darmstadt: Lambert Schneider 2012.

Mitglieder frei / Gäste 10 €
AUSVERKAUFT