Goethes ‚Faust‘ in der Musik

„Mozart hätte den Faust komponieren müssen.“

Deutsches Romantik Museum

Frankfurter Goethe-Haus

Kelsey Lauritano, Mezzosopran
Gabriel Rollinson, Bassbariton
Takeshi Moriuchi, Klavier

 

Goethe hielt es für „ganz unmöglich“, dass ein zu seiner Zeit lebender Komponist die adäquate Musik zum ‚Faust‘ finden würde. „Mozart hätte den Faust komponieren müssen“, äußerte er gegenüber Eckermann.
Die Komponisten haben sich an Goethes Diktum nicht gehalten. Schon zu seinen Lebzeiten wurden Texte aus dem ‚Faust‘ zu Liedern vertont. Robert Schumann näherte sich dem Stoff in seinen ‚Faust-Szenen‘ – deren Handschrift das Hochstift zu seinen Schätzen zählt –, Franz Liszt steuerte eine ‚Faust-Sinfonie‘ bei, Gustav Mahlers 8. Sinfonie (‚Sinfonie der Tausend‘) vertont Faust-Texte, und für die Bühne wurden über 60 Faust-Opern geschrieben.

An diesem Abend erklingen sowohl Lieder zu Faust-Texten u. a. von Beethoven und Schubert als auch Arien aus einigen der bekanntesten Faust-Kompositionen für die Bühne wie ‚La damnation de Faust‘ von Hector Berlioz oder ‚Mefistofele‘ von Arrigo Boito.