Der Kampf gegen das Meer

Ökologisches im ‚Faust II‘

Ort: Arkadensaal, Eingang: Großer Hirschgraben 23-25

Deutsches Romantik-Museum

Frankfurter Goethe-Haus

Mitglieder frei / Gäste 5 €
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erbeten.

Mit Heinrich Detering

Das Modell der „Metamorphose“, das Goethe in seiner Abhandlung und seinem Lehrgedicht über die Pflanzen programmatisch entwickelt hatte, wird im zweiten Teil des ,Faust‘ neu aufgenommen. In der bewegten Szenenfolge der Klassischen Walpurgisnacht erscheint das Meer als Ursprungsort eines wuchernd-wilden Lebens, dessen „unablässige Fortbildung“ keinem erkennbaren Plan mehr zu folgen scheint. Liest man das Schauspiel als einen zusammenhängenden Text, dann ist das Meer, dessen Zurückdrängung der Protagonist drei Akte später in Angriff nehmen wird, dasselbe, das hier als „Uranfang“ des Lebens gezeigt worden ist; Fausts letztes großes Vorhaben ist nicht nur ein Landgewinnungs-, sondern auch ein Meeresverdrängungspro- jekt. Aus dieser Neulektüre ergibt sich eine aufregend neue Perspektive auf das vieldiskutierte Thema von Goethes ökologischer Zeitkritik.

Prof. Dr. Heinrich Detering ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwis- senschaft an der Universität Göttingen. Der Vortrag stellt Thesen seines Buches ‚Menschen im Weltgar- ten: Die Entdeckung der Ökologie in der Literatur‘ zur Diskussion.

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