Goethe-Haus

Flur

Anders als heute betrat man das Haus zu Goethes Zeit durch das repräsentative Eichenportal an der Straßenseite. Das Oberlicht über der Tür ist mit einem reich verzierten Eisengitter geschmückt. Von außen sehen Sie, dass es die Initialen des Hausherrn trägt, J C G – für Johann Caspar Goethe. Darüber befindet sich im Türbogen sein Wappen mit den drei Leiern, dem das Haus den Namen „zu den drei Leiern“ verdankt.

 

In Dichtung und Wahrheit erinnert sich Goethe: „Für uns Kinder, eine jüngere Schwester und mich, war der untere weitläufige Hausflur der liebste Raum, welcher neben der Türe ein großes hölzernes Gitterwerk hatte, wodurch man unmittelbar mit der Straße und der freien Luft in Verbindung kam. Ein solcher Vogelbauer, mit dem viele Häuser versehen waren, nannte man ein Geräms. Die Frauen saßen darin, um zu nähen und zu stricken; die Köchin las ihren Salat; die Nachbarinnen besprachen sich von daher miteinander, und die Straßen gewannen dadurch in der guten Jahreszeit ein südliches Ansehen.“