Goethe-Haus

Ein breiter Flur durchzieht das Erdgeschoss von Goethes Elternhaus von der Straße bis zur Hofseite.

Ausgestattet ist er mit einem großen Frankfurter Wellenschrank und einer zweiteiligen Brandkiste. In ihr bewahrte man die Wertsachen auf, um sie bei einem Brand schnell in Sicherheit bringen zu können.

Als die Goethe-Kinder  klein waren, spielten sie am liebsten in dem weitläufigen Hausflur. Damals wohnte noch die Großmutter Cornelia Goethe im Erdgeschoß. Nach deren Tod ließ Goethes Vater, Johann Caspar Goethe, das Haus in den Jahren 1755 und 1756 grundlegend umbauen. Der originale Grundstein, lateinisch Lapis fundamentalis, ist noch im Keller vorhanden.

An die Stelle von zwei kleinen, miteinander verbundenen Fachwerkhäusern trat nun ein komfortables, geräumiges Bürgerhaus, wie Sie es heute sehen. Nur die beiden Keller erinnern noch an den alten Bau.

 

Goethe schreibt in seinem Werk Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit: „Wir hatten die Straße, in welcher unser Haus lag, den Hirschgraben nennen hören; da wir aber weder Graben noch Hirsche sahen, so wollten wir diesen Ausdruck erklärt wissen. Man erzählte sodann, unser Haus stehe auf einem Raum, der sonst außerhalb der Stadt gelegen, und da wo jetzt die Straße sich befinde, sei ehemals ein Graben gewesen, in welchem eine Anzahl Hirsche unterhalten worden.“