GROSSARTIG I KURIOS I INTERNATIONAL

Vitrine 1: Die Entstehungsgeschichte I

182 r

 

An                                       So eben sind es zwei

Herrn David                      Jahre seit Sie uns durch

erhenhaften Bildhauer     Ihre Gegenwart überr

in Paris.                             raschten, ich dürfte fast

                                           sagen in Verlegenheit

setzten. Der ausgezeichnete

Künstler einer benachbarr

ten Nation, dessen Verr

pflichtung sich eigentlich

nur auf seine Landsleute

zu begreifen schien, wenn

er sich entschloß Ind die

Gestalt von Individuen

durch seine Kunst zu err

halten, war uns eine ganz

eigene Erscheinung.

Allein nicht lange genos

sen wir Ihres werthen

Umganges, als wir einen

Künstler Mann gewahr wur

den, dem das allgemein

menschliche lebhaft im

Sinne lag und welcher

daher überall hin seine

Kunstwachsamkeit richtete

wo er ein Bestreben

bemerkte, daherauß zu             

 

182 v

damit

daher zu

wirken daß Menschen

Menschen sich knüpfen,

um, uns durch wechselseitige

Anerkennung, eines jeden

das eigentliche Gleichge

müht im Ganzen herr

zustellen, welches im

Einzelnen, wegen des

immerfort dauernden

Conflictes, der besonderen

Interessen, schwer zu

erreichen und zu erhalten 

ist.

Im gleichen Sinne haben

wir die übersendete Mar

morbüste mit lebhaft dank

barer Empfindung auf 

genommen, als ein Zeug

niß des Wohlwollens

eines unmittelbar\en Geistes

verwandten, als einen Be

weiß der Auflösung stren

ger Nationalgränzen,

und wir glauben dadurch

uns der erhabenen Inten

tion des Gebers angenä 

hert zu haben.